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Ziele und Organisation der AGIHO


In der Behandlung bösartiger Erkrankungen haben begleitende Maßnahmen eine zentrale Bedeutung. Aufgrund der in der Regel bestehenden krankheits- oder therapiebedingten Abwehrschwäche spielen Infektionen eine große Rolle. Die Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung derartiger Komplikationen stellt daher eine zentrale Herausforderung in der Hämatologie und Onkologie dar.

Während für Infektionen bei Patienten, die nicht an einer Krebserkrankung leiden, auch in Deutschland Standards in Prophylaxe, Diagnostik und Therapie definiert wurden, existierten derartige Vorgaben für Patienten mit Krebserkrankungen bis Mitte der 1990er Jahre nicht in gleicher Weise.

Die Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie, eine Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO), hat sich 1996 konstituiert mit dem Ziel, diesem Mangel abzuhelfen und Konzepte zur Kontrolle therapieassoziierter infektiöser Komplikationen zu entwickeln (s.u.).

Struktur der Arbeitsgemeinschaft

Unsere 1996 gegründete Arbeitsgemeinschaft setzt sich aktuell aus 150 Ärztinnen und Ärzten aus Deutschland und Österreich zusammen, die ein besonderes Interesse an der Erforschung und Behandlung von Infektionen bei krebskranken Menschen haben.

Der Vorstand besteht aus Herrn Prof. Dr. G. Maschmeyer (1. Vorsitzender, Potsdam) und Herrn Prof. Dr. H. Ostermann (2. Vorsitzender, München).

Ein Beirat aus 7 gewählten Mitgliedern unterstützt die Arbeit des Vorstands. Er besteht aus Frau Prof. Dr. M. von Lilienfeld-Toal (Jena), Frau Prof. Dr. C. Rieger (München), Frau PD Dr. M. Vehreschild (Köln), Herrn Prof. Dr. O. A. Cornely (Köln), Herrn Prof. Dr. M. G. Kiehl (Frankfurt/Oder), Herrn Prof. Dr. A. Ullmann (Würzburg) und Herrn Prof. Dr. D. Buchheidt (Mannheim).

Ziele und Tätigkeiten der Arbeitsgemeinschaft

Ein wesentliches Ziel der AGIHO ist es, Leitlinien zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie von Infektionen bei Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen zu erstellen. Diesem Ziel kommt die Arbeitsgemeinschaft durch Bildung von themenspezifischen Arbeitsgruppen nach, die diese Leitlinien regelmäßig aktualisieren und auf den zwei- bis dreimal jährlich stattfindenden Treffen der Arbeitsgemeinschaft zur Diskussion stellen. Dreizehn evidenzbasierte Leitlinien der AGIHO sind bisher in internationalen Fachzeitschriften wie Annals of Hematology, Annals of Oncology, European Journal of Cancer und Haematologica veröffentlicht worden und sind auf dieser Webseite z.T. verfügbar ("Leitlinien"). Kurzversionen finden sich auf http://www.dgho-onkopedia.de/onkopedia/leitlinien.

Ein zweites Ziel der AGIHO ist die Unterstützung klinischer Studien zur Epidemiologie, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie von Infektionen bei hämatologischen und onkologischen Patienten. Auch hier sind bereits international publizierte Studienergebnisse verfügbar, so in Annals of Oncology und im Journal of Antimicrobial Chemotherapy. Aktuelle Studieninitiativen finden Sie ebenfalls auf dieser Webseite unter "Studien".

Zum Zwecke der klinischen Fortbildung im Bereich der Epidemiologie, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie infektiöser Komplikationen bei Patienten mit hämatologischen oder onkologischen Erkrankungen führt die AGIHO jährlich einen zweitägigen Ausbildungskurs mit Beteiligung zahlreicher Experten auf diesen Themengebieten durch.

Auf den Jahrestagungen der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie richtet die AGIHO jährlich ein Symposium "Update Infektionen in der Hämatologie und Onkologie" aus.

Anlässlich des alle 2 Jahre stattfindenden internationalen Symposiums "Acute Leukemias" in München richtet die AGIHO englischsprachige interdisziplinäre Symposien zu organbezogenen Infektionen, klinischen Differentialdiagnosen und Therapieempfehlungen aus.

Weitere Informationen

Falls Sie weitere Informationen zu unserer Arbeitsgemeinschaft benötigen oder Fragen zur Mitgliedschaft haben, wenden Sie sich bitte an eines der beiden Sekretariate in Potsdam (swendt@klinikumevb.de) und München (). Bitte berücksichtigen Sie, dass über diese E-Mail-Adressen keine ärztlichen Auskünfte in Krankheitsfragen gegeben werden.
Für die Beantragung Ihrer Mitgliedschaft finden Sie ein Anmeldeformular und weitere Hinweise in der Rubrik "Mitgliedschaft".

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